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Restaurierung von Videokunst und historischen Bändern
IST DAS FLIMMERN KUNST ODER EIN SCHADEN? Die Restaurierung von Videokunst stellt spannende Fragen und kann leicht in die falsche Richtung gehen. Ein künstlerisches Videoband gehört deshalb in vertrauensvolle Hände. Als Diplomrestaurator mit Spezialisierung auf Videokunst, Aufnahmen künstlerischer Performances sowie historischer Bänder kenne ich die Risiken und Besonderheiten, die sich hinter einem Band verstecken. Oft sind "Bildstörungen" gewollt, vermeintliche Fehler Absicht und Farben bewusst verfremdet. In enger Zusammenarbeit mit Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern erörtere ich mögliche Bearbeitungsschritte und sorge in Rücksprache mit Ihnen für eine authentische Kopie. Die Korrektur von Artefakten wird nur im Ausnahmefall vorgenommen und vorher abgesprochen. Ein Verlust von Authentizität durch unbedachte Bearbeitung bedeutet bei Videokunst den Verlust von Originalität.
Referenzen Bisher wurden Videokunstbänder von folgenden Künstlern restauriert und durch Digitalisierung unter konservatorisch-ethischen Gesichtspunkten für die Zukunft gesichert:
Laurie Anderson & Julia Heyward, John Baldessari, Joseph Beuys, Christan Boltanski, Chris Burden, Peter Campus, Douglas Davis, Terry Fox, Jochen Gerz, Gilbert & George, Joan Jonas, Maurizio Kagel, Christina Kubisch, Bruce Nauman, Marcel Odenbach, Nam June Paik, A.R. Penck, Ulrike Rosenbach, Richard Serra, Guenter Uecker, Bill Viola und William Wegman.
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Restaurierung von 30 Videokunstbändern
Das Ludwigforum Aachen zeigte in der Ausstellung "VIDEO ET COGITO - Wiederhergestellte Künstlervideos der Sammlung" vom 03. Juli bis 12. September 2004 insgesamt 30 Videos, die von restaumedia gemeinsam mit einem Kooperationspartner restauriert wurden und nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Videobänder wurden gereinigt und teilweise thermisch bearbeitet. Trotz schwerer Schäden konnten alle Bänder gerettet werden. Einige Bänder waren mechanisch beschädigt und wurden repariert. Hier finden Sie einen Bericht der Welt am Sonntag über die Restaurierung der Videos des Ludwigforum als PDF [544 KB]
. Ein ausführlicher Artikel über die Restaurierung der Videobänder wurde im Rundbrief Fotografier veröffentlicht ( Link zum PDF [55 KB]
). Unten ein Beispiel für den Vor- und Endzustand der bearbeiteten Videobänder.
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Videostill aus der Arbeit "Gordonīs makes us drunk" von Gilbert & George, 1972.
Foto: 235 media / www.235media.com

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Douglas Davis, Video against Video, 1975. Zustand vor der Bearbeitung. Die Bandoberfläche ist sehr stark verunreinigt, die Videoköpfe setzen sich durch Bandabrieb zu, deshalb ist kein fehlerfreies Bild mehr möglich. Foto: 235 media / www.235media.com
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Douglas Davis, Video against Video, 1975. Zustand nach der Restaurierung. Durch Reinigung der Bandoberfläche und anschließende thermische Bearbeitung konnte das Band wieder in einen abspielbaren Zustand versetzt werden. Foto: 235 media / www.235media.com
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