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FAQ - Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich, ob meine Bänder geschädigt sind? Ob ein Band bereits durch hydrolytische Prozesse geschädigt ist, erkennen Sie bei Magnetbändern oftmals an einem leicht säuerlichen Geruch, wenn Sie die Verpackung des Bandes öffnen. Beim Abspielen äußert sich die Schädigung durch Quietschen (Audioband), Bildstörungen bis hin zum totalen Bildausfall (Videoband) und Unlesbarkeit (Datenband) in Verbindung mit erhöhtem Bandabrieb (alle Magnetbänder). Der Abrieb sammelt sich an allen feststehenden, bandführenden Teilen des Abspielgeräts.
Wie kann ich mir selbst helfen? Bei leicht geschädigten Bänder kann eine Komplettreinigung des Abspielgeräts bereits ausreichen, um das Band abspielen zu können. ACHTUNG: Achten Sie bitte unbedingt auf die Wartungs-Hinweise des Geräteherstellers!
Warum ist eine Reinigung vor dem Kopieren der Bänder so wichtig? Durch die Alterung der Bandbestandteile bilden sich kurzkettige Molekülkette, die an die Oberfläche des Bandes migrieren. Dort bleiben sie beim Abspielen des Bandes an den bandführenden Teilen des Abspielgeräts haften. Die Folge sind schlechte Wiedergabequalität und verschmutzte Ton-/Videoköpfe. Eine Bandreinigung entfernt Schmutzpartikel und Abbauprodukte. Dadurch wird die Abspielqualität um ein vielfaches erhöht.
Welche Vorteile bietet eine trockene, mechanische Reinigung? Im Gegensatz zu einer nassen Reinigung mit Chemikalien greift eine trockene Reinigung nicht in das komplexe Materialgefüge eines Magnetbandes ein. Der Eingriff birgt unkontrollierbare Risiken bei Alterung der eingebrachten Chemikalien und Flüssigkeiten. Oft ist ein Band nach der Behandlung mit solchen Flüssigkeiten für immer verloren. Bei der trockenen Reinigung wird das Band beidseitig mit speziellen Reinigungsvliesen abgerieben. Durch einen kontinuierlichen Weitertransport der Reinigungsbänder wird verhindert, dass bereits abgenommener Schmutz wieder auf das Band gelangt. Die eingesetzten Spezialmaschinen verfügen über eine prozessorgesteuerte Reinigungseinheit mit 2 bzw. 4 Reinigungsstationen.
Welche Risiken bestehen bei der thermischen Behandlung? Die thermische Bearbeitung wird in einer computergesteuerten High-End Temperiereinheit durchgeführt. Sie verfügt über einen dreifachen Übertemperaturschutz, der die Einhaltung der benötigten Temperatur sicher gewährleistet. Gleichzeitig sorgen zwei sich gegenseitig kontrollierende Temperaturwächter für eine exakt gleichbleibende Temperatur während der Bearbeitung. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil bereits minimale Temperaturschwankungen zu schweren Schäden am Band führen können. Alle Heiz- und Kühlzyklen werden individuell auf die zu bearbeitenden Bänder eingestellt und ermöglichen größtmöglichen Erfolg bei minimiertem Risiko.
Kann jedes Band mit der thermischen Behandlung gerettet werden? Leider nein. Bänder, die auf den Trägermaterialien Cellulose-Acetat oder PVC basieren, können nicht gerettet werden. Solche Bänder zeigen andere Schadensformen, die nicht durch eine thermische Behandlung gelindert werden können. Einige Bänder, deren Schädigung sehr weit fortgeschritten ist, können durch die thermische Behandlung lediglich in einen teil-abspielbereiten Zustand versetzt werden. Hier ist weiterhin mit Abrieb beim Abspielen zu rechnen.
Kann man den Alterungsprozess der Bänder aufhalten? Nur bedingt. Bei der Lagerung unter klimatisch optimalen Bedingungen kann der Alterungsprozess stark verlangsamt aber nicht gestoppt werden. Wichtig ist vor allem ein relativ konstantes Klima mit niedriger Luftfeuchtigkeit und Temperatur.
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